Rheinhessen

Rheinhessen im Bundesland Rheinland-Pfalz ist mit 26.516 ha Rebfläche das größte Weinbaugebiet Deutschlands. Das Weinanbaugebiet teilt sich auf in drei Bereiche, 24 Großlagen und 432 Einzellagen. Es liegt in der Weinbauzone A und zählt damit zu den kühlen Weinbauklimaten (Winterhärtezone 7).Aus Rheinhessen kamen vor dem Ersten Weltkrieg Weine, die bei internationalen Auktionen Spitzenpreise erzielten. Der Niersteiner Riesling z. B. genoss einen legendären Ruf. Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts gab es allerdings eine Phase, in der zu sehr auf Quantität geachtet wurde. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts setzte jedoch wieder ein Umdenken ein. Einer neuen Winzergeneration ist es zu verdanken, dass der rheinhessische Wein sich wieder eines guten Rufs erfreut. Rheinhessische Weingüter zählen zu den höchstdekorierten, und auch bekannte Weinkritiker und Weinführer heben die Qualität der Weine hervor. Meist handelt es sich um Riesling oder Silvaner, aber auch manche Rotweine werden gelobt. Kompromisslos auf Qualität setzenden Winzern (u. a. durch Ertragsbegrenzung, kontrollierte Vergärung usw.) gelingt es zunehmend, die geologische Vielfalt der Region zu nutzen und absolute Spitzengewächse zu erzeugen.Beim Sortenspektrum der Weißweine dominieren Müller-Thurgau (ca. 16,2 %) und Riesling (15,3 %). Weiterhin werden Dornfelder (13,4 %), Silvaner (9,1 %), Portugieser (5,6 %), Spätburgunder (5,4 %), Grauburgunder (4,9 %), Weißer Burgunder (4,0 %) und Kerner (3,8 %) angebaut.[7] Die früher wegen ihres Aromenspektrums beliebte Scheurebe wird zunehmend vom Sauvignon Blanc verdrängt. 

© 2018 fair wein GmbH
      Kontakt | Impressum | AGBs