Furlotti, Gabriela | Soluna  (Argentinien)

Die renommierte Winzerfamilie Furlotti unterstützt mit der Linie Soluna die Tradition des kleinen familienbetriebenen Weinanbaus in Mendoza und war eine der ersten Bodegas, die sich als Fair Trade-Produzent zertifizieren ließ.
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Um höchsten Geschmacks- und Qualitätsanforderungen zu genügen, beschäftigt Furlotti den international bekannten Önologen Pablo Durigutti und den Schweizer Marc Weiss

 

Terroir:

Die Trauben werden in Lujan de Cuyo, im Herzen des Weinanbaugebietes von Mendoza von der Kooperative Vina de la Solidaridad angebaut. Der trockene Boden, die hohen Temperaturen am Tage und die kühlen Nächte bieten perfekte Konditionen für den Weinanbau. Hier wachsen bis zu 90 Jahre alte Malbec-Reben - die Traube Argentiniens.

 

Vinifikation:

Das Terroir und die alten Reben ermöglichen große Weine mit viel Struktur und dunklen Früchten.

 

Besonderes:

Die Produzenten von Vina de la Solidaridad erhalten dieses Jahr die erste Fairtrade-Prämie. Noch ist es erst eine bescheidene Summe. Jedoch kann ein erstes Projekt gefördert werden. Das Gremium hat beschlossen, einem der Produzenten eine Physiotherapie zu finanzieren. Die Produzenten von Vina de la solidaridad sind zumeist contratistas, dass heißt sie "pachten" die Weinberge und zahlen Miete in Form von Trauben. Den Rest der Trauben verkaufen sie. Die Verkaufskonditionen vereinbaren die fünf größten Weingüter unter sich. Die Produzenten liefern, manchmal ohne vorher zu wissen, welchen Preis sie erlangen werden und wann sie bezahlt werden. In Jahren in denen viele Trauben auf dem Markt sind, sind die Preise niedrig und es wird nach Belieben der Großen Weingüter gezahlt. Dies ist dann ein nervenaufreibendes Warten für die, die auf die Erlöse als Lebensgrundlage angewiesen sind und das ganze Jahr darauf hinarbeiten. Der Produzent, dem geholfen werden soll, hat sein Leben lang auf dem Weinberg gearbeitet bis er einen Schlaganfall erlitt, da die Weingüter wiederholt spät zahlten und er nicht mehr wusste, wie er seine Familie unterhalten sollte. Es besteht Einigkeit darüber, dass man diesem Mann, seine Arbeitskraft und damit seine Lebensgrundlage zurückgeben möchte

 

Aktuelle Reisenotiz: "Bodega Furlotti - Soluna"

Die Prämie in 2014 hat gerade mal zur Zahlung der Gebühren gereicht plus drei kleiner Auszahlungen an die kleinsten Produzenten und einer bescheidenen Jahrabschlussfeier mit einem einfachen Essen.;
Zum einen liegt das an den wenigen Prämienzahlungen, denn der Fair Trade Preis liegt unter dem Marktpreis und daher verkaufen die meisten Produzenten ihre Trauben nicht an die Fair Trade Weinhändler sondern konventionell, weil sie so mehr verdienen.;
Damit gibt es aber auch kein Geld auf Prämien, weil auf den normalen Verkauf keine Prämien erhoben wird.;
Zum Anderen sind auch die Gebühren für die kleinen Betrieben sehr hoch. Bodega Furlotti mit der VInasol seit jeher zusammenarbeitet war zwischenzeitlich sogar dezertifiziert, weil die Gebühren für die kleine Bodega wieder erhöht werden sollten und nicht mehr zu zahlen waren.;
Maria Laura Bardotti hat für 2014 um ein Stipendium für VInasol gebeten, d.h. sie müssen nur die Hälfte der Gebühren zahlen.;
Sollte aber in 2015 nicht mehr Fair Trade verkauft werden können, so werden dezertifizieren müssen, fügt Maria Laura resigniert hinzu. Es wäre schon eine Ironie, wenn riesige Unternehmen sich mit Fair Trade greenwashen, aber Vorreiter des Fair Trades im Bereich Wein und Zusammenschluss kleiner Produzenten, sich Fair Trade nicht mehr leisten können. Aber das ist was leider gerade im Weinbusiness in Südamerika passiert.;

 

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